Mehr als 10 Jahre nachdem Mediation als alternatives Konfliktregelungsverfahren in Österreich, zunächst im Modellprojekt "Familienberatung bei Gericht - Mediation - Kinderbegleitung bei Scheidung oder Trennung der Eltern" eingeführt worden ist, boomt der Markt für Aus- und Weiterbildungen in den verschiedenen Anwendungsfeldern. Waren es zunächst vorwiegend Angebote, die sich auf den Bereich Familien- und Scheidungsmediation bezogen, differenzierte sich seit Mitte der 90er Jahre dieser Markt weiter aus. Es entstanden neue Ausbildungsangebote, so auch für den Bereich Wirtschaftsmediation. In dieser Pionierphase der Mediation in Österreich kam es zu einem starken quantitativen Wachstum in der Aus- und Weiterbildung und einer Zunahme bei der Anzahl der AnbieterInnen, bei der Zahl der durchgeführten Weiterbildungen sowie der Dauer der angebotenen Ausbildungen. Fraglich ist jedoch, ob diesem quantitativen Wachstum auch ein qualitatives Wachstum gefolgt ist, und wenn ja, in welche Richtungen dieses Wachstum gegangen ist. Um herauszufinden, welchen Zugangsweisen und Qualitätsmerkmalen eine Aus- und Weiterbildung für WirtschaftsmediatorInnen in Österreich genügen sollte, wurden durch eine Interviewreihe in den USA, Deutschland und Österreich führende MediatorInnen und TrainerInnen aus dem Bereich Wirtschaftsmediation dazu befragt, was aus ihrer Sicht bei einer entsprechenden Ausbildung zu berücksichtigen sei. Die Ergebnisse dieses Vergleiches sowie die Aufarbeitung vorhandener Literatur münden in einen Vorschlag für eine Konzeption zur Ausbildung von WirtschaftsmediatorInnen in Österreich. Eine Zusammenfassung der Ergebnisse dieser Studie wird hier in Kürze zur Verfügung stehen.